Den 25ten September 1839.
Bis 3 Uhr Nachmittag blieb ich in Klemzig. Herr Fiedler hatte mich schon Tags zuvor zum Mittagbrot eingeladen, und als dies verzehrt war, setzte sich Bertha wieder zum Nähen nieder, während deß ihr Vater schlief. Zwar hatten wir schon den Morgen manches mit einander gesprochen, allein unmöglich war mir's, jetzt fort-
Abends war der mir schon bekannte Eingeborene von Neusüdwallis bei den Eingeborenen hinter meinem Hause, begleitet von seinem Landsmann. Der letztere ist ein ungleich gebildeterer und besserer Jüngling, 19 Jahre alt, getauft und im Waisenhause erzogen. Er hat nach seiner Aussage 3 Schwestern und 2 Brüder auch beide Eltern noch am Leben. Er kannte die Buchstaben, konnte jedoch nicht lesen; er schien mir leidliche Kenntnisse der christlichen Religion zu haben. (Der Name Murrai ist aus seiner Sprache)
Den 27ten September 1839.
Vormittags ging ich mit Herrn Moorhouse in die Stadt nach dem Southern Cross
Nachmittags ging [ich] in Gesellschaft von Pastor Kavel nach Klemzig. Er hatte gerade einen Brief von Angas bekommen, mit der Nachricht, daß 200 Deutsche aus der Gegend von Breslau auf dem Wege hieher seien.
Bei Herrn Fiedler bis gegen 1 Uhr Nachts [geblieben], wozu seine Offenherzigkeit und Gesprächigkeit veranlaßte. Als die Kleineren zu Bette gehen wollten, ersuchte mich Bertha unterdeß mit ihr heraus zu gehen; bei dieser Gelegenheit ward mir zuerst das hohe Glück zu Theil, ein liebenswürdiges und liebendes Weib, meine geliebte Bertha, zu küssen.
Den 29ten September 1839.
Ich war den ganzen Tag in Klemzig. Bertha ging Vormittag nicht in die Kirche, Nachmittags sprachen Pastor Kavel,
ich und Krummnow über des letzteren