Tagebuch Adelaide
Oktober 1839 - Januar 1840

verlangt und Trinklieder gesungen [hätte]. Julius Fiedler will ( 178 ) gegen den alten Herrn Fiedler in der Gemeine auftreten, weil letzterer die Ehre seiner seligen Frau nicht rette, die beschuldigt wurde, den Kavel zuerst zum Ehebruch gereizt zu haben.

Den 21ten November 1839.
Morgens kam Herr Fiedler zu mir, der noch seiner ungeänderten Ansicht gegen Pastor Kavel ist.

Jammaruwe blieb wegen ungünstigen Wetters heute noch hier.

Den 22ten November 1839.
Jammaruwe reisete heute ab. Auf das am 19ten diesen Monats erhaltene Schreiben von Pastor Kavel brachte ich heute eine kurze Antwort nach Klemzig.

Den 23ten November 1839.
Ich erhielt heute einen Brief von Bruder Adam, geschrieben am 17ten Februar 1839, Abends kam Freund Kook zu mir, der nach Klemzig wollte, auf mein Zureden indeß die Nacht bei mir zubrachte. Er gab zu, daß ich Recht habe in der Angelegenheit mit Friedrich Kavel, meinte indeß, ich habe zu stark geschrieben. Herr Meyer aber habe mir beigestanden.

Den 25ten November 1839.
Ich ging heute nach Klemzig, um zu erfahren, was Herr Fiedler mit Kavel möchte gesprochen haben. Er war bei der alten Rede geblieben. sein Gewissen ließ es nicht zu; ich hätte so heftig an ihn geschrieben, daß selbst Herr Kook es zu stark gefunden [hätte]; man müsse meiner Braut zu bedenken geben, daß ich vielleicht ein Mal viele Meilen von hier käme, so wohl gar außer Landes und so weiter. Übrigens gab mir Herr Fiedler heute den Schlüssel zu Erklärung von Kavels ganzem bisherigen Benehmen gegen uns. Nämlich Herr Angas habe gewünscht, daß wir, ich und Br. Teichelmann, unter ( 179 ) seiner Aufsicht stünden, dies sei auch mit Pastor Wermelskirch bei seinem Besuch in England verabredet [worden], und doch sei keine Silbe davon in unserer Instruction erwähnt [worden], mit [der] er (Pastor Kavel) zurückgesetzt worden [sei] von unserer Gesellschaft. Daher auch Pastor Kavel nichts mit der Mission zu thun haben wolle und so weiter.

Auch hätte Pastor Kavel geäußert, es dürfte vielleicht noch mehr Einsprüche, nämlich von Julius Fiedler, gemacht werden. --

Ich fragte Bertha, ob sie, wenn Pastor Kavel dabei beharre, sie solle ihr Verhältniß zu mir aufgeben, solches versprechen würde? Das könne sie nicht, war ihre Antwort.

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