1842
( 101 ) Den 3ten März 1842.
An diesem Tage wurde Herr Brown nebst seinem Hutkeeper [Hauswart] von den Eingeborenen auf grausame Weise getödtet. Die Nachricht von diesem traurigen Ereigniß wurde am folgenden Morgen
Den 4ten März 1842.
von Browns und Whites Schäfern nach der Stadt gebracht. Es wurde sofort ein Geschworenengericht versammelt, (zu dem auch ich gehörte), um des Schäfers Zeugenaussage zu hören und dann die Polizei abgefertigt, um den Leichnam zu holen. Spät am Abend kamen sie mit dem Leichnam an und brachten zugleich die Muthmaßung mit sich, daß Brown nicht gespeert, sondern erschossen zu sein schiene. Am folgenden Morgen
Den 5ten März 1842.
wurde das Geschworenengericht aufs neue versammelt, nachdem der Körper zuvor vom Artzte untersucht worden war. Alle Zweifel
( 102 ) darüber, ob Herr Brown gespeert oder erschossen worden sei, wurden durch das Zeugniß des Artztes gehoben, welcher einen Splitter von einem Speere in dem Körper fand. Der Leichnam wurde noch denselben Abend beigesetzt.
Den 6ten März 1842. Sonnabend.
Die Eingeborenen
Ngulga und
Kungka kamen heute zu mir mit anscheinend großem Leidwesen über die Ermordung des Herrn Brown und seines Wächters. Sie gaben die Namen der Mörder und sonstige Umstände so genau an, daß man einen Verdacht der Mitschuld auf
Ngulga warf. Er behauptete indeß, daß er nach der Mordthat die Mörder angetroffen und daß diese ihm von dem Vorgefallenen unterrichtet hätten, worauf er nach
Kattabidni oder Brown's Station gegangen sei und die Leichname habe liegen sehen.
( 103 ) Der Körper des Wächters war bis jetzt nicht gefunden worden, ungeachtet alles Suchens; wir beschlossen daher, am folgenden Tage mit
Ngulga dahin zu gehen. Als Mörder gab
Ngulga die folgenden an:
Wondata, welcher zuerst und allein den Wächter gespeert habe; ferner
Mulga,
Nunga,
Milli,
Nganya
[Der Rest der Seite ist aus dem Tagebuch herausgerissen.]
( 104 ) Fäulniß beinahe ganz schwarz geworden und so sehr aufgeschwollen, daß er offenbar bei der leisesten Anrührung zerplazen mußte. Da nun kein Sarg vorhanden war, auch nach Aussage der Arbeitsleute sich in dem steinigen Boden kein Grab machen ließ, so legte man den Körper in einen Felsenriß und deckte
[Der Rest der Seite ist aus dem Tagebuch herausgerissen.]