Tagebuch Port Lincoln
September 1840 – Januar 1845
Abend fortgelaufen, ( 123 ) als ich die Parthie in Muthabakka verließ, was ich voraus sehen konnte.

Den 4ten Mai 1842.
kamen Yutalta, Kungka und seine beiden Söhne zurück nach der Stadt und wurden nach [der] Bostoninsel gebracht, auf Herrn Driver's Befehl.

Den 7ten Mai 1842. Sonnabend.
In Folge einer von [Herrn] Hawker(107) und andren verbreiteten Nachricht, daß auf der Südseite vom eigentlichen Port Lincoln eine Anzahl Eingeborener versammelt sei, segelte Leutnant Hugonin mit seiner Mannschaft und Captain Hawker heute dorthin.

Den 8ten Mai 1842. Sonntag.
Die gestern abgesegelte Parthie kehrte heute schon wieder zurück, mit dem alten Paluta, Kurdimarniti, Ngulgas Frau, und Wormawa, Muntas Frau, sowie drei Kindern als Gefangenen. Man fand mehrere Schneidewaren bei [ihnen], als Messer, Scheren und dergleichen, die Palutta anerkannte, von Ngarbi erhalten zu ( 124 ) haben. Außerdem hatte man auch einen jungen Hund gefunden, der in Pillaworta zurückgelassen worden war, nebst einem Stück Leinwand von demselben Orte. Wornawa indeß erklärte, daß Tyntalta, welcher am 30ten April in der Stadt war, diese Gegenstände gestohlen und bei ihnen zurück gelassen habe. Auch fragte ich sie die Namen derjenigen, die erschossen seien, allein sie waren so niedergeschlagen und es fror sie so sehr, daß sie meinen Fragen keine Aufmerksamkeit schenkten. Sie wurden hierauf in Freiheit gesetzt. Es verlautete, daß wenigstens zwei todt geschossen und mehrere höchst wahrscheinlich verwundet seien. Dies wäre so zugegangen. Zwei Soldaten, die sich von den übrigen getrennt [hätten], seien unerwartet auf die Eingeborenen gestoßen; einer der letztern springt alsbald auf und greift die Flinte des einen Soldaten beim Lauf, ohne Zweifel, um das Schießen zu [ver]hindern. Allein die Flinte wird abgefeuert und die Kugel fährt dem Eingeborenen durch die Hand und durchs Herz. Jetzt fliehen alle Übrigen und es wird von allen Seiten auf sie gefeuert. Dies sind ohne Zweifel die ( 125 ) selben Eingeborenen, die wir in Coffin Bay vor kurzem sahen, indem Follet(108), der mit Hawker vor einigen Tagen da gewesen [war], mir sagte, daß sie stark mit weißem Ocker bemahlt gewesen seiene, das Zeichen ihrer Trauer um ihren gemordeten Freund Numma; dieselben Eingeborenen, welche Follet und sein Begleiter mit der größten Freundlichkeit aufnahmen und sie in der Gegend umherführten, um Kängurus zu jagen.

Den 9ten Mai 1842.
Ich ging diesen Morgen zu den [aus] der Gefangenschaft entlassenen Eingeborenen, um zu sehen, was mit ihnen geworden sei, indem sie versprachen, zu mir zu kommen, aber ausgeblieben waren. Palulta und Kurdimarniti waren weggegangen, aber Wornawa war geblieben. Sie sagte mir, daß die folgenden Eingeborenen erschossen seien: Ngulga, Munta, Tubu und zwei Kinder Namens

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