Ich hatte aber alle Ursache, diesen Tag zu bereuen, einmal wegen des schlechten Wetters, und dann wegen der Gesellschaft, die gerade nicht die gewünschteste war, und an die ich den ganzen Tag über gekettet war, weil ich mit ihnen wieder an Bord gehen, oder mir eine kostspielige Überfahrt gefallen lassen mußte.
Den 6ten August 1838.
gingen Teichelmann und ich zeitig ans Ufer, suchten
Nach seiner Aussage beläuft sich die Einwohnerzahl Rio's auf etwa 150.000 Seelen, unter denen gut zwei Drittel Negersclaven und nicht wenige Europäer [sind]. Das Loos der ersteren stellte er viel erträglicher dar, als man es in Europa sich vorstellte, namentlich war er sehr gegen das englische Treiben gegen die Sclaverei. An einem der folgenden Tage besuchten wir eins von den zwei Sclavenschiffen, die im Hafen lagen, auf welchem 238 Neger zusammengepresst waren, obwohl das Schiff nicht halb so groß war, als das unsrige. Beim Auftreiben hatte es 258 an Bord gehabt und mochte vordem noch mehr gehabt haben, indem nichts wahrscheinlicher ist, als daß bei dem engen Raume und der schlechten Nahrung mehrere gestorben waren.
Das Alter der Personen war zwischen 10 und 30 Jahren, einige wenige mochten darüber sein.
Hätte mein Beruf mich nicht weiter zu gehen geheißen, so hätte ich mich [mit] Freude dem Anbau des Geistes dieser Schwarzen widmen können. Das Schicksal dieser Leute war erst seit Kurzem von der brasilianischen Gerechtigkeit entschieden, nämlich, daß sie frei sein sollten.
Sehr oft sagte man mir, wenn Rechtmäßigkeit oder Gültigkeit des Fanges eines solchen Schiffes nicht erwiesen werden kann, so bleiben sie Sclaven; und auch in dem Falle, wenn sie frei gesprochen werden, verbessert sich ihr Loos nicht