Fünf Tage mit den Eingeborenen im Busch.
Gestern hatte sich ein Haufen von etwa 30 - 40 Eingeborenen in den Busch begeben, begleitet von ihren europäischen Hunden, um Känguru zu jagen. Längst hatte ich gewünscht, das Leben und Treiben der Eingeborenen in der freien Natur auf einige Tage zu beobachten, überzeugt, daß dies nicht allein zur näheren Einsicht in ihr ganzes Wesen dienlich, sondern auch die beste Übung in ihrer Sprache sein würde. Darum war mir die Gelegenheit sehr willkommen, welche mir heute zwei nachziehende junge Eingeborene, Tuitpurro
Meine ganze Ausrüstung zu dieser Ausflucht bestand in einer wollenen Decke, etwas Thee, Zwieback und Salz; das Übrige sollte die Jagd uns liefern. Und hierin täuschten wir uns nicht, denn etwa drei deutsche Meilen von der Stadt fanden wir mehrere von dem Haufen, der gestern aufgebrochen [war], schon mit der Zubereitung eines eben gejagten Känguru beschäftigt. Die Art, wie die Eingeborenen ein Känguru genießbar machen, ist bemerkenswerth und mag darum hier eine Stelle finden:
"Sobald die Beute erlegt ist, wird in der Nähe ein zum Schmoren passender Ort gesucht, der trocken sein, sowie Holz und Steine darbieten muß; Dann trägt man das Thier dazu und der Geschickteste schickt sich an, es abzuhäuten bis auf den Kopf und den größeren spitzen Theil des Schwanzes, welcher abgeschnitten und im Feuer abgesengt wird, während