Den 1ten November 1839.
Ich blieb heute über Mittag in Klemzig. Bertha und ich schälten Vormittags grüne Erbsen, wobei es jede Gelegenheit zur Unterhaltung gab. Unsern Verlobungstag möchte sie gerne bis auf ihren Geburtstag hinaus geschoben wissen. Herr Fiedler sagte mir, daß Herr Pastor Kavel gesagt habe, er wisse nicht, ob er bei meiner Verlobung zugegen sein dürfe, weil ihm unbekannt sei, ob ich auch von meiner Gesellschaft Erlaubniß habe. Dies mißfiel mir gleich anfangs deshalb, weil Pastor Kavels Rede voraus setzt, daß eine Gesellschaft das Recht
Krummnow hat zwar geläugnet, daß er Schlinke zu der Anklage veranlaßt habe; allein Kleinschmidt versicherte, daß Schlinke selber gesagt [habe]: Die Sache sei ihm selbst unangenehm und er würde sie nicht unternommen haben, wenn Krummnow und Schlinke sie ihm nicht als nöthig vorgestellt hätten. Und Bauer hat die Klemziger Kirchenordnung in Schlinkens Händen gesehen, auch von Kramer
Br. Teichelmann sprach heute Abend wieder so zu Gunsten Schlinke's, und mir zum Ärger, daß ich ihm [zu] Schweigen auflegte.
Den 2ten November 1839.
Da ich wußte, daß Bertha heute nach Adelaide kommen würde, so machte ich mir um die Zeit auch Geschäfte in der Stadt; nämlich ich ging nach dem Polizeiamte, um mit Herrn Edwardts
Nachdem ich einen süßen Kuß von ihr [Bertha] empfangen [hatte], führte ich sie wieder auf [den] Weg, wo uns bald einige Klemzigerinnen und bald darauf der Wagen begegnete und wir also uns trennen mußten.