ausgespreizten [verbreiteten] Verleumdung meiner Braut fragte, sagte mir, sie bestehe darin, daß sie keine Jungfer mehr wäre. Nachmittag ging ich gleich nach Klemzig, um dem Vater davon Anzeige zu machen; welcher, als ich es ihm sagte, in der Aufwallung antwortete: Der Schuft.
Meiner Braut hab ich zur Ersparung des Grames, den sie drüber haben müßte, nichts gesagt. Herr Fiedler hat versprochen, die Sache nicht stecken [auf sich beruhen] zu lassen.
Den Abend genossen Bertha und ich wieder allein, unter theils scherzhaften theils ernsten Gesprächen. Sie war heute zum Abendmahl gewesen, und hatte am Sonnabend gebeichtet, wo sie auf Pastor Kavel's Frage eingeräumt [hatte], daß es ihr heilsam gewesen sei, so lange vom Genuß des Abendmahls aus geschlossen gewesen zu sein; daß sie wohl erkenne, daß sie bei dem Vergangenen nicht vorsichtig genug gewesen [war]; Kavel hatte sie auch gefragt, was ich dazu ge-
Den 20ten Januar 1840.
Heute hatte ich keine Schule, weil ich zu lange geschlafen [hatte]. Br. Teichelmann hält es mit mir für rathsam, sich entweder mündlich oder schriftlich an Pastor Kavel um eine Erklärung über sein bisheriges und fortdauerndes Verhältniß zur Mission zu wenden. Abends waren wir zusammen bei den Marimejunna, wo es eine gute Gelegenheit zum Verkündigen der göttlichen Wahrheit gab. Muranya partanna
Den 21ten Januar 1840.
Die Marimejunna waren heute sehr kurz und mürrisch, weil ich sie wegen der Kartiatoanki
Meine Braut, die ich heute besuchte, leidet noch immer an einem besorglichen Husten. Sie hatte von der Fiedlerschen Verleumdung gehört, die sie allerdings ärgerte, aber sonst gar nicht beunruhigte. Sie habe vor, ihn darüber zur Rede zu stellen und ihn zu fragen, ob nicht, was er jetzt von ihr gesagt, wahr geworden sein möchte, wenn sie früher, wie er, gewollt habe? Sie erzählte mir nämlich, daß Fiedler eines Nachts, als Herr A. Fiedler und D. Matheisson schon im Hause