Heute Abend traf ich Herrn Fiedler bei Kleinschmidt an und ersuchte ihn, mit mir heraus zu kommen. Er sagte mir, daß Bertha ihm gesagt [hätte], ich hätte geschrieben, auch hätte sie ihm schon den vorhergehenden Abend den Brief zeigen wollen, nur sei es aus Mangel an Gelegenheit unterblieben. Er sagte, daß Miß Pennyfeather der Bertha sehr zugeredet habe, meinte aber nach meiner Erzählung der ganzen Sache, daß es Kurzsichtigkeit bei ihr sei. Er hegte, die Hoffnung, daß der ganze Vorfall zwischen mir und Bertha wieder beigelegt werden werde. Mit Pastor Kavel wird Bertha erst Morgen sprechen. Ich ging, da Kavel bald darauf kam, mit in die Betstunde und hielt auf des letztern Aufforderung ein Gebet.
Den 17ten April 1840.
Mein Knabe, der gestern nach Klemzig gewesen war, wo er zum ersten Mal das heilige Abendmahl genossen [hatte], kehrte heute Abend zurück. Bertha hatte ihm meinen Regenschirm mitgegeben, den ich am Mittwoch Pastor Kavel mitgegeben hatte, aber nichts von meinem Briefe erwähnt [hatte].
Vormittags hatte ich an 30 Eingeborene in meines Nachbars Hause versammelt, mit denen ich Gottesdienst hielt. Abends war ich mit Br. Teichelmann bei den Ostmännern. Mein Herz wird, Gott sei dafür gepriesen, allmählich ruhiger und sich bewußt, daß es in seiner Hand ist, ebenso wie Bertha's.
Leite Du, Herr, beide nach Deinem Willen und Wohlgefallen.