Land unsere Rückreise zu machen haben. Pläne waren schon gemacht, was und wie viel ein jeder tragen solle und fast keiner war kühn genug, zu hoffen, daß wir zu Schiffe reisen können würden.
Den 16ten December 1840.
Wir freuten uns nicht wenig, diesen Morgen wahr zu nehmen, daß der Wind sich gelegt und daß das Meer ruhiger
geworden war. Wir machten eiligst etwas Frühstück und wollten dann den Versuch machen, das Schiff aus der Bay zu führen. Während wir aber unser Frühstück aßen, gab das Ankerkabel nach und der Kutter kam ans Land. Jetzt, hieß es, ist alles verloren, laßt uns retten, was von Lebensmitteln und sonst zu retten ist, und uns dann dem Schutz Gottes befehlen. Doch sollte noch der Versuch gemacht werden, das Schiff flott zu machen, folglich wurde aller Ballast über Bord geworfen, mit dem noch übrigen Kabel und Steinen ein Anker gemacht und von der zurückkehrenden Fluth unterstützt, gelang es wirklich, das Schiff wieder flott zu machen. Jetzt wurden alle früher gelandeten Sachen eiligst wieder eingeschifft, wobei der
( 057 ) Eingeborene so tapfer half, daß ihn alle bewunderten, etwas Ballast eingenommen und ehe drei Stunden verflossen [waren], flossen wir wieder auf dem hohen Meere nach der Heimath zu. Unsere Herzen waren dankbar und froh, und keiner schämte sich, es zu bekennen. Wir konnten weder Franklinhafen erreichen, noch sonst eine sichere Bay finden, daher mußten wir uns schon zufrieden geben, die Nacht unter Segel in der offenen See zuzubringen, was wegen des späten Aufganges des Mondes keinesweges angenehm war, und wegen der vielen Sandbänke in dem Golfe selbst, gefährlich zu sein schien. Ja, ehe wir die Sonne untergehen sahen, kamen wir auf eine Sandbank, was war also nicht von der Nacht zu fürchten?
Den 17ten December 1840.
Am Mittag erreichten wir Franklinhafen, aber bei der Einfahrt kamen wir nochmals durch unverzeihliche Nachlässigkeit auf eine Sandbank, die uns mehrere Stunden aufhielt, bis die Fluth eintrat. Wir fingen hier wieder eine Menge Fische und W. Smith [und ich] gingen diesseits des Hafeneinganges ans Land, sahen jedoch nichts als Gestrüpp.
Den 18ten December 1840.
Am frühen Morgen machten wir uns auf, den uns fehlenden Ballast einzunehmen und nach dem Frühstück wurde
wieder der Anker gelichtet. Der Wind blieb uns nicht lange
( 058 ) günstig und wir mußten darum noch eine Nacht in der offenen See zubringen, eine gefahrvolle Nacht, so daß wir kaum erwarteten, den Morgen lebend zu erblicken.
Den 19ten December 1840. Sonnabend.
Dr. Harvey wähnte, daß
Budlo oder Lipson's Cove nicht mehr weit sei, daher suchten wir, obgleich der Wind und eine hohe See uns entgegen war[en], dahin zu arbeiten. Allein es war schon Nachmittag und wir hatten erst wenige Meilen gewonnen, während der Ort, welchen
Punalta als Budlo bezeichnete, noch Meilen